Filzstifte – Gift in Kinderhänden

Gefahren und Giftstoffe verbergen sich oft in harmlos aussehenden Alltagsgegenständen. Selbst bei Produkten die explizit für Kinderhände gedacht sind, scheut die Industrie nicht vor hochbrisanten Inhaltsstoffen zurück. Die Arbeit in der Schule und im Kindergarten ist für unsere Kinder schier undenkbar ohne den pausenlosen Gebrauch von knallbunten Textmarkern und anderen Filzstiften.

Egal ob schreiben und malen in Kunst- oder Deutschstunden – beinahe ununterbrochen haben Kinder in an ihren Schreibtischen diese Stifte in der Hand. Ein kurzes Einatmen beim Benutzen verrät schon einiges. Stechende Dämpfe und schwer auswaschbare Farbflecken machen die Problematik deutlich: In den Filzstiften auf unseren Bürotischen verbirgt sich oftmals ein komplettes Chemielabor. So warnte man in den letzten Jahren mehrmals vor Benzol in Stiften für Kinder und in den Jahren 2008-2009 schlugen Wissenschaftler gleich 10-mal Alarm wegen hochgiftiger Zusatzstoffe in Filzstiften. Das Landeslabor Berlin-Brandenburg fand in allen Fällen hochgiftiges Benzol in den Minen der Stifte, welches als krebserzeugend, keimzellschädigend und giftig bewertet wird. Dabei sind die meisten Filzstifte derart schlecht oder verwirrend für die Sorge tragenden Erwachsenen gekennzeichnet, dass sie theoretisch in Deutschland nicht einmal auf den Markt dürften. Andere Stifte für Kinder enthalten Diethylenglykol, welcher bei Kontakt die Schleimhäute von Augen und Atemwegen reizt und zu Schwellungen führt. Doch nicht nur die Giftigkeit der Filzstifte sollte uns dringend davon abhalten, sie unseren Kindern in die Hand zu geben. Um die Produkte zur Marktreife zu bringen, sterben bei Tierversuchen alljährlich unzählige Versuchstiere einen qualvollen Tod, denn auch für Farben, Lösungsmittel und Bindemittel werden Tierversuche gemacht. Man sollte diesen Punkt ruhig mit seinen Kindern in einer ruhigen Stunde thematisieren und sie so schon von klein auf zu einem bewussten Lebenswandel erziehen.


Want to Leave a Reply?